Fernwärme - ein Erfolgsrezept der Gemeinde Bergkirchen

Wappen BergkirchenMit der Versorgung des Gewerbegebietes GADA A8 und der Ortsteile Feldgeding und Günding mit CO2 neutraler Fernwärme aus dem nahe gelegenen Abfallheizkraftwerk Geiselbullach (GfA) geht die Gemeinde Bergkirchen neue Wege beim aktiven Klimaschutz.

Unmittelbar an die Autobahn A8 und die B471 angrenzend, befindet sich das Gewerbegebiet GADA A8 mit rd. 60 ha Bruttofläche, dessen anspruchsvolle Versorgung mit Heizenergie ausschließlich aus der naheliegenden Müllverbrennungsanlage der GfA erfolgt. Im Oktober 2007 erfolgte die erste Fernwärmelieferung. Die erhebliche Umweltentlastung durch die vollständige Vermeidung von Feinstaub-, CO2 und weiterer heizungsbedingter Emissionen im GADA A8, war die Triebfeder für eine positive Entscheidung im Kreistag Fürstenfeldbruck, dem Verwaltungsrat der GfA und dem Gemeinderat Bergkirchen.

Durch die GfA werden ca. 47.000 MWh Strom pro Jahr in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist, d.h. damit können ca. 10.500 Haushalte (Verbrauch eines 4- Personen- Haushalts wird mit ca. 4.500 kWh/ a angesetzt) mit elektrischem Strom versorgt werden. Die Gemeinde Bergkirchen erreicht die Verwirklichung eines „emissions- und fein-staubfreien“ Gewerbegebietes und damit Standortvorteile. Fernwärme aus der Abfallverbrennungsanlage Geiselbullach ist umweltfreundlich, da sie Einzelfeuerungsanlagen im Gewerbegebiet Bergkirchen ersetzt, Emissionen und den Primärenergieverbrauch dieser Einzelfeuerungen vermeidet, mittels Kraft-Wärme-Kopplung zu einer besseren Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie am Standort Geiselbullach beiträgt (Energieeffizienz), bei der Abfallverbrennung zu keinen zusätzlichen Emissionen führt.
Klimaschutzprojekte - Unser Nachwuchs fährt CO2-neutral

Mit dem Bauabschnitt VI wird im Frühjahr 2016 die letzte Bauphase des Fernwärmebaus starten. Es steht in Günding noch der westliche Bereich von Günding-Kienaden zum Ausbau an sowie südlich der Staatsstraße einige Straßenzüge, wie Sie aus dem beiliegenden Lageplan ersehen können. Nachdem keine Hauptverbindungsstraßen mehr zu erschließen sind, kommt es nur noch in den Wohnbereichen zu vereinzelten Behinderungen im Straßenbereich. Für die bereits mit Fernwärme erschlossenen Gemeindeteile Bergkirchen, Feldgeding und den restlichen Bereich von Günding besteht noch jederzeit die Möglichkeit, sich auch nachträglich für Fernwärme zu entscheiden. Falls Interesse besteht wenden Sie sich an das EWG Kommunalunternehmen, Frau Taferner, Tel 08142-286733 oder Herrn Ketterl 08131-569711. 

Zwischenzeitlich sind bereits 230 Anschließer mit 4,622 MW und einem Verbrauch von 11.000 MWh für 2015 in Echtbetrieb. Im Jahr 2015 konnten daher 1,1 Mio. Liter Heizöl eingespart werden, was 37 Tanklaster entspricht.

Klimaschutz bedeutet aber auch Energieeinsparung

So betreibt die Gemeinde seit einigen Jahren:

  • umfangreiche energetische Sanierungsmaßnahmen an ihren kommunalen Gebäuden
  • die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Energiespar-Leuchtkörper
  • den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen
  • die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs (Bergkirchen Mobil)

Klimaschutzprojekte - Vollkostenvergleich